Chronik

Der Luftsportverein Günther Groenhoff e.V. Stade von der Gründung bis zur Gegenwart

Nach dem zweiten Weltkrieg 1945 war die aktive Fliegerei von den Besatzungsmächten verboten worden. Bereits zu dieser Zeit trafen sich vereinzelt Flugbegeisterte, um wenigstens Modellflugzeuge fliegen zu lassen. Zugelassen wurde der Modellflug erst 1949 von der Hohen Alliierten Kommission.

Die Geschichte des Luftsportvereins (LSV) beginnt im Jahre 1948. Ehemalige Piloten riefen im Stader Tageblatt zu einem Treffen früherer Flieger auf, um Anschriften verschollener Kameraden auszutauschen. Es fanden sich ca. 15 Personen in Stade zusammen, unter ihnen auch Ehemalige des Stader Flugplatzes. In der Hoffnung, dass das damals geltende Verbot jeglicher fliegerischer Betätigung eines Tages aufgehoben würde, traf man sich weiterhin im Geheimen. Nach der Währungsreform 1949 wurde auf einem Scheunenboden mit dem Bau eines Schulgleiters 38 begonnen. Dieses Flugzeug wurde jedoch nie vollendet. Parallel dazu entstand die „Modellflugvereinigung Stade“, die von der britischen Militärregierung in Stade genehmigt wurde.

Auf der Versammlung an 14. März 1950 beschlossen ca. 28 Stader Luftsportler, Flieger und Modellflieger die Gründung eines Vereins, die im Mai 1950 verwirklicht wurde. Am 28. August 1950 schlossen sie sich zur „Ortsgruppe Stade“ des Deutschen Aero Clubs zusammen. 

Am 6. November 1950 gab sich die Ortsgruppe Stade den Namen „Günther Groehnhoff“ in Gedenken an einen der größten Segelflieger der damaligen Zeit.

Nachdem durch die Alliierten Behörden das Segelfliegen am 28. April 1951 wieder erlaubt wurde, fanden auf dem Stader Flugplatz zum ersten mal wieder Segelflüge statt. Im Jahre 1952 mussten alle Piloten auf dem Bremer Flughafen eine Überprüfung machen. Geflogen wurde dabei auf einem amerikanischen Segelflugzeug. Anschließend erhielten sie dann den Luftfahrerschein 1. Da in Stade noch keine Flugzeuge zur Verfügung standen, fuhren die Segelflieger nach Lüneburg, wo sie auf dem dortigen Flugplatz mit britischen Fluglehrern flogen und schulten. Ungefähr ab 1954 stand dem Verein in der Camper Schule ein Bastelraum zur Verfügung, in dem man mit dem Fliegernachwuchs Flugmodelle bastelte und der theoretische Unterricht durchgeführt wurde.

Richtig los ging es mit der Segelfliegerei im Jahre 1958. Sein erstes flugfähiges eigenes Flugzeug, eine Gö 4, hatte der Verein im Jahre 1960. Mit diesem und den Wenzendorfern Fliegern, die zwei Flugzeuge mit brachten, fand dann das erste Fliegerlager statt. In der Zeit kam auch das erste Motorflugzeug in den Verein, eine „Bücker 181 Bestmann“, mit der neben Segel- und Modellflug als dritte Sparte der Motorflug in den Verein Einzug erhielt.

Erfolgreiche Großflugtage des LSV fanden seit 1962 auf dem Stader Flugplatz statt.

Heute sorgen mehr als 260 Mitglieder in den drei Sparten Motorflug, Segelflug, Modellflug mit ihrem Engagement dafür, das Stade aus der Luft erreichbar ist.